Navigator 2.0_Gemeinsam anpacken im Haus Jaro

Letzte Woche durften wir im Rahmen eines Sozialprojekts das Haus Jaro der Caritas Wien unterstützen. Für einen Tag haben wir unseren gewohnten Arbeitsalltag gegen Pinsel, Farbe und Abdeckmaterial getauscht – und gemeinsam dort angepackt, wo Hilfe gebraucht wurde.

Wir waren zu zehnt vor Ort und wurden von Albert Kunter sehr herzlich und offen empfangen. Schon beim Ankommen hat man gemerkt, dass das Haus Jaro ein besonderer Ort ist. Ein Ort, an dem Menschen Unterstützung finden, aber auch ein Stück Alltag, Sicherheit und Gemeinschaft.

Unsere Aufgabe war es, den Gang zwischen den Zimmern der Bewohnerinnen und Bewohner auszumalen. Also keinen Raum, der nur selten genutzt wird, sondern einen Bereich, durch den die Menschen täglich gehen, in dem sie einander begegnen und der zum Leben im Haus dazugehört. Umso schöner war es, hier etwas beitragen zu können, das man am Ende des Tages auch wirklich sehen konnte.

Nach einer kurzen Einführung ging es direkt los. Es wurde abgeklebt, vorbereitet, gestrichen, ausgebessert und natürlich auch viel gelacht. Jede und jeder hat dort mitgeholfen, wo gerade Unterstützung gebraucht wurde. So kamen wir gemeinsam Schritt für Schritt voran – ganz unkompliziert und mit viel Teamgeist.

Besonders schön war auch, dass wir uns als Kolleginnen und Kollegen einmal in einem ganz anderen Umfeld erlebt haben. Abseits von Meetings, E-Mails und Terminen entstehen Gespräche oft ganz von selbst. Man lernt einander anders kennen und merkt, wie gut es tut, gemeinsam etwas Sinnvolles zu machen.

Ein Moment ist uns besonders in Erinnerung geblieben: Einer der Bewohner hat uns als Dankeschön selbstgebastelte Keyrings geschenkt. Es war eine kleine Geste, aber genau solche Momente bleiben hängen. Sie zeigen, dass es oft nicht viel braucht, um jemandem eine Freude zu machen – und dass Hilfe ganz unmittelbar spürbar sein kann.

Was wir aus diesem Tag mitgenommen haben, ist vor allem Dankbarkeit. Dankbarkeit dafür, dass wir helfen durften. Dankbarkeit für den offenen Empfang im Haus Jaro. Und auch Dankbarkeit für vieles, das im eigenen Alltag oft selbstverständlich wirkt.

Für uns war der Einsatz im Haus Jaro eine sehr bereichernde Erfahrung. Wir konnten gemeinsam etwas schaffen, das bleibt – nicht groß inszeniert, sondern ganz praktisch und direkt. Genau das hat diesen Tag so wertvoll gemacht.

Ein großes Dankeschön geht an Albert Kunter, an das Haus Jaro, an die Caritas und an alle Kolleginnen und Kollegen, die mit angepackt haben.

 

Autorin: Vanessa Diex